3. Eichsfeldquerung 30.04.2011

Das Team Auebiker und der OWE haben nun schon zu 3. mal eine Eichsfeldquerung veranstaltet. Die diesjährige Eichsfeldquerung führte von Sollstedt nach Besenhausen ( kurz hinter Kirchgandern), also von Ost nach West. Andreas von den Auebikern führte die Strecke von Sollstedt durch das nordöstliche Eichsfeld bis zur Burg Scharfenstein. Maik vom OWE (ich) führte dann vom Scharfenstein über Heiligenstadt bis nach Besenhausen. Um die Eindrücke der Tour zu beschreiben möchte ich nun Torsten aus Erfurt vom Team Auebiker zu Wort kommen lassen.

Hier Torsten sein Bericht

Der Samstag fing für mich sehr früh an: um 04:00 Uhr klingelte mein Wecker. Aber schließlich wollte ich ja um 06:13 Uhr am Erfurter Hauptbahnhof sein um mit dem Zug von Erfurt nach Leinefelde zu fahren.
In Elxleben stieg Peter zu und dann ging es gemeinsam im Bummelzug nach Leinefelde. Dort waren wir dann planmäßig viel zu früh. Um aber nicht ewig in Sollstedt herum zu stehen, hatten wir uns im Vorfeld schon ausgemacht, dass wir die 15 km zwischen Leinefelde und Sollstedt mit dem Rad fahren. Außerdem konnten wir dabei noch einen kurzen Schlenker zum Ohmtroll machen und ihn in Breitenworbis abholen. Er versprach uns zur Überbrückung einen Kaffee. Es gab aber nicht nur Kaffee, es war ein vortreffliches Frühstück aufgetafelt. Lecker und gerade richtig. Danke!
Die gesamte Fahrt von Leinefelde über Breitenworbis nach Sollstedt ging im Grunde von West nach Ost. Wir hatten an diesem Morgen aber eiskalten Ostwind. Der zieht trotz Windjacke überall hin. Was aber viel schlimmer ist, Wind von vorn ist wie bergauf fahren. Dabei haben wir noch einige Berge vor uns. Aber da mussten wir nun durch.
In Sollstedt angekommen standen schon Harald und Christian aus Nordhausen am Bahnhof und wenige Minuten später kamen noch die beiden Heiligenstädter Maik und Michael vom OWE dazu. Wir waren vollzählig. Sieben Leute mit geplanten 75 km machten sich auf den Weg. Wie es immer so ist, ging es erst mal bergauf. Da es aber ein ordentlicher Schotterweg war, ließ er sich recht gut fahren. Oben angekommen, waren wir gut warm und konnten einen ersten Blick ins nördliche Eisfeld erhaschen. Es sollten weitere folgen. Die Wetterlage war ideal dafür: glasklare Luft.
Ein ständiges Auf und Ab führte uns durch Ascherode, Bernterode-Schacht, vorbei an verschiedenen Worbissen (Oder wie heißen die Mehrzahlen von Worbis, Breitenworbis und Kirchworbis?) auf die Südseite der A38 durch Leinefelde - komisch, da waren wir schon mal  - auf die Burg Scharfenstein. Die Auffahrt von Beuren wurde aufgrund des angekündigten Papstbesuches - ob er ins Eichsfeld kommt weiß keiner - mit Serpentinen und Kehren komplett um- und ausgebaut. Welch ein Wahnsinn, auch wenn wenn es ingesamt sehr gut umgesetzt wurde. Könnt ihr glauben. Auf alle Fälle war für mich die Auffahrt die nächste Herausforderung: in den Kehren sind Steigungen von 17-19 % vorhanden. Ich bin aber ohne abzusteigen oben angekommen.
Der Empfang aus dem Lokal auf dem Aussichtsplateau der Burg Scharfenstein war wenig bikerfreundlich. Ein knurrendes „Räder bleiben aber draußen" hat mich dann dazu veranlasst, draußen bei meinem Rad zu bleiben und meinen Riegel zu verzehren. Ich hatte ja genug mit. Danach fuhren wir dann weiter über Wald-, Wander- und Feldwege nach Heiligenstadt. Dort warteten schon Waffeln auf uns. Maiks Tochter war so lieb und hat genügend davon für uns gebacken.
Ab Heiligenstadt standen einige Trails auf dem Plan, die ich mir dann aber - unbewusst - geschenkt habe. Ich hatte irgendwie meine Grenze erreicht und den Anschluss verpasst. Mit Michael bin ich einen Schotterweg parallel zu den Trails nach oben gefahren. Das hatte auch etwas Gutes. Ich habe nämlich Waldeidechsen gesehen, die sich in der Sonne am Wegesrand wärmten.
Da am Ende der Tour noch einmal ein heftiger Aufstieg auf den Heidkopftunnel - "Tunnel der Deutschen Einheit" auf uns wartete, haben wir uns entschieden ein kleines Zwischenstück auf dem Leineradweg zu fahren. Das war dann für alle eine willkommene Regenerationsphase. Behaupte ich jetzt mal. Der Heidkopf - oder wie der Berg heißt - hat mir dann das letzte abverlangt. Eigentlich war es nur ein Anstieg, aber eben nur eigentlich. Nach jedem flacher werdenden Stück kam ein neuer steiler Anstieg. Aber dann endlich hatten wir es geschafft und es ging über Besenhausen nach Arendshausen.
Nach einem kleinen Imbiss stiegen 5 von uns um 17:49 Uhr in den Zug und die beiden Heiligenstädter fuhren mit dem Rad nach Hause. Irgendwann gegen 20.00 Uhr kam ich dann zu Hause an.
Danke Torsten!

Noch mehr Informationen und auch Bilder findet ihr unter folgendem Link 

http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=507982&page=2

Viele Grüße Maik