Rennberichte

03.10.2019, ich stehe am Start des Münsterland Giro 2019 auf der 100 km Strecke. Der Himmel ist stark bewölkt und der Wind weht kräftig.

Pünktlich um 7.50 Uhr fällt der Startschuss. Wie üblich geht es gleich mit hohem Tempo los. Die Strecke verläuft erst einmal mit vielen rechts, links, links, rechts usw.

Kurven durch die Münsteraner Vorstadt bevor es ins Umland ging.

In diesem ersten Abschnitt war es für mich sehr schwer einen vernünftigen Rhythmus

zu finden. Das Feld zerriss in viele kleine und größere Gruppen und wenn man nicht aufgepasst hat hing man alleine im Wind. So war es manchmal besser Tempo raus zu nehmen und sich von der nachfolgenden Gruppe einholen zu lassen, als seine Kraft alleine im Wind zu vergeuden. 

Nachdem es in das Umland von Münster ging beruhigte sich das Feld. Ich konnte jetzt gut im Windschatten mit rollen. Es wurde auch  weitestgehend an der Spitze der Gruppe gewechselt, so das jeder mal in den Genuss des Windes kam.

Pünktlich um 08:30 Uhr startete ich aus Startblock B und ging auf die 68 Kilometer Distanz! Ein deutlich höheres Starterfeld war in diesem Jahr gemeldet, da dieses Rennen dem German Cycling Cup hinzugefügt wurde. Ich hing mich erstmal an eine gute Gruppe die von Anfang an ein hohes Tempo fuhr. Ich konnte aber gut mitgehen! Seit Freitag kränkelte ich ein wenig wodurch ich mich an diesem Wochenende auch nur für ein Rennen entschieden habe. Nahm dieses aber nicht als Ausrede und gab trotzdem Vollgas!

Der Gegenwind, die ruppigen Straßen und die teilweise echt vielen Gefahrenstellen machten die Bedingungen nicht einfacher. Da mir die technischen Passagen auf dem Rennrad aber gut liegen, hatte ich keine weiteren Probleme. Bis auf manche nervigen Fahrer die einfach kein Rennrad fahren können!

Heute machte ich mich früh morgens um 5 Uhr auf den Weg nach Erfurt!
Es stand die „Erfurter Achterbahn“ mit 64 km und knapp 550 HM an.
Ich startete 10 Minuten später aus dem letzten Startblock! Von Anfang an ging es wellig durch die engen Straßen bergauf. Meine Beine waren etwas dick, aber nichtsʼs desto trotz gab ich Vollgas.
Ich fand immer wieder eine gute Gruppe wo ich in meinem Tempo mitgehen konnte. Es lief in den Anstiegen besser als erwartet, dafür das ich nun wirklich keine Bergqueen bin!
Kurz vor Schluss ging es die 2 km lange Gothaer Straße mit 3,5% hinauf! Von meiner Gruppe konnte mir nur einer folgen der aber leider nicht mit mir zusammen arbeitete da erst selbst am Limit war! Somit fuhr er in meinem Windschatten! Es zog sich durch den Gegenwind wie Kaugummi, die Beine brannten und der Puls schoss nach oben!
Am Ende landete ich in der Gesamtwertung auf Platz 13/116 und in meiner Altersklasse Platz 5/31
Ich war mehr als zufrieden mit meiner Leistung!!!
Ein Lob geht an den Veranstalter und ein Danke an unsere Sponsoren!

eure Anni