Super-8-Marathon 15.08.2004 - Frauenwald- www.super-8-marathon.de

Warum Frauenwald eigentlich Männerwald heißen müsste und was es am Rennsteig miteinbeinigen Radfahrern auf sich hat, erfahrt ihr im folgenden Bericht ... .. ..

Gemeinsamer Treffpunkt der Ostwest-Express-Mitglieder sollte dieses Jahr der Marathon im Thüringer Wald in Frauenwald sein.Sören, Norman, Daniel und Andreas reisten pünktlich am Samstag mit Begleitung an, um im wunderschönen Waldhotel „Rennsteighöhe“ Quartier zu beziehen. 

Inklusive war eine Führung durch das Bunkermuseum der ehemaligen Staatssicherheit der DDR in unmittelbarer Nähe des einsam im Wald gelegenen Hotels.Berichtet wurde uns allerhand von den Machenschaften der Stasi, der virtuellen Bunkergesteuerten Kriegsführung und dem berühmten Bunkerkoller (den unser Reiseführerwohl noch posttraumatisch durchlebt hat).

Am Abend trafen dann noch Heiko, Ingo und ein Junggeselle in Sachen Marathon aus dem Eichsfeld ein und unser Team war mehr als vollzählig. Das Rennen wurde am Sonntag um 10.00 Uhr gestartet und hatte ein übersichtliches Starterfeld von ca. 350 Startern.Ando und Daniel griffen auf der langen Distanz (120km) an, Sören, Norman, Ingo, Heiko und der Junggeselle (Michael) nahmen die Kurzstrecke (43km) unter die Stollen.5 Minuten vor dem Start stellte Daniel voller Entsetzen fest, dass er seinen Transponder im Auto vergessen hatte und so kamen unsere Frauen zum ersten Hochleistungseinsatz, dem400m-Sprint zum Parkplatz. Puh, gerade noch mal gut gegangen.

Sofort nach dem Start wurde zur Attacke geblasen, die ersten 10km waren sehr hektisch, denn alle Kategorien wurden gemeinsam gestartet. Daniel übernahm kurzzeitig die Führung,um dann im 3er Team mit Norman und Ando die ersten Kilometer oberhalb der Laktatschwelle mit Volldampf die Trails langzuheizen.Der Kurs hatte die Form einer 8 und die Schleifen führten immer wieder am Ziel vorbei, was die Veranstaltung für die Zuschauer wertvoller machte und auch die Unterstützung durch denTeam-support, den unsere Frauen traumhaft meisterten.

Wunderschöne Singletrails wechselten sichab mit langen Anstiegen, (k)nackigen Rampen undHochgeschwindigkeitsabfahrten..
Mit dem Vorjahr hatte die Strecke jedoch wenig gemeinsam. Einige Teilnehmer des Vorjahres hatten den relativ leichten Kurs von 2003noch vor Augen, wurden aber von der neuen Strecke eines besseren belehrt. Der neue Kurs war etwas für echte „Männer“, deswegen hat der Ort nun auch den Namen Männerwaldverdient und das Team vom „ostwest-express“ schafft den Gegenpol zu den Emanzipationsversuchen der Neuzeit – die Efrauzipation.Norman und Ando spulten die ersten 30km mit hohem Tempo ab, bis an Normans Rad die rechte Kurbel dem brachialen Krafteinsatz des Oberschenkels nachgab und einfach soabbrach. Nach kurzer Stillstandsphase und einem lauten „OCH NÄ“ radelte der „Verrückte“
mit einem Bein zurück nach Frauenwald (und wir sind froh, dass er nicht auch noch die rechte Kurbel „vernischtet“ hat), um sich im Start- und Ziel bereich das MTB seiner Freundin zuschnappen und noch eine Super-8-Runde zum Dessert zu verspeisen.

 

Norman, du bist der Held des Super-8-Marathons. 


So zog jeder für sich seine Bahn über die 8 und alle kamen mit einem Superergebnis insZiel, einer früher (Sören nach 2:30h) und der andere später (Ando nach über 6 Stunden). Jeder wurde wie ein Sieger gefeiert und bejubelt.