Was lange währt, wird gut!

Nach fast 3 Monaten will ich mich nun doch aufmachen, um den Bericht über den letzten (Halb-)Marathon des Jahres 2004 zu schreiben. An den Start zum westlichsten Marathon in der Eifel gingen Sören aus Thüringen und Ando aus Köln . .. . ... .

 

Mit dieser Spitzenbesetzung wollte das Team ostwest-express um den Sieg im zehnten Startblock kämpfen, was uns sicher gelang.Den das durchschnittliche Kampfgewicht der Marathonfahrer nimmt proportional zur Zahl der Startblöcke zu,d.h. wir waren in der 90kilo-Klasse angelangt, bei der bereits am Start ein Durchschnittspuls von 140/min hämmert. Ihr seht schon, wie satirisch dieser Bericht beginnt und es lässt sich erahnen, weshalb es so lange gedauert hat, bis dieser Bericht fertig wurde.
Zu viele Gefühle kochten noch bis vor ein paar Wochen im Blut des Verfassers. Es war ein Marathon bei herrlichsten Bedingungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern auf der Strecke.
Das Rennen lief gut an und wir konnten beide unsere Laktatwerte trotz hinterer Startreihe unter Kontrolle halten.
Doch noch 40 Minuten kam der erste Stau, der die Beine kalt und die Superendzeit nicht wahr werden ließ.
Viele Mountainbiker stellten sich geduldig in der Schlange an, die länger war als zu Bestzeiten in der Bananenrepublik,
als es einmal im Jahre diese tropischen Früchte im KONSUM (Kauft ohne nachzudenken schnell unseren Mist) gab.
So konnte ich die die ersten 15 Minuten Standzeit zur reinen Fahrzeit addieren und die herbstliche Kälte kroch mir das erste Mal bis zur Hüfte in die Glieder. ? Neuen Mutes kam Ando bis zum zweiten Stau, natürlich erst nachdem die Fibrillen des Quatrizeps wieder mit 38 Grad Temperatur im Optimalbereich arbeiteten.
Hier staute sich fast wie auf der A8 Richtung Salzburg zum Quartierwechsel im Winterurlaub – 5 spurig.
Ich konnte das „Rennen“ ab diesem Zeitpunkt nur noch zeitlos und humorvoll hinnehmen.
Denn von einer Superzeit und einem vorderen Startplatz zu träumen, sollte ein Traum bleiben, von dem ich mir die Laune am Biken nicht verderben ließ. Die Strecke auf der gesamten Länge in einem Superzustand und die Zuschauer feuerten uns wieder richtig ein.
Leider war die Strecke mit der Anzahl der Starter heillos überfordert und es bleibt zu hoffen,
dass sich die Veranstalter für das nächste Rennen etwas einfallen lassen. So kamen Ando nach mehr als 3 Stunden und Sören kurze Zeit später ins Ziel.
Für Sören war dieses Renen richtig super gelaufen und er konnte mit seiner Zeit mehr als zufrieden sein.
P.S. (von Sören)
Das kann ich nur bestätigen da dieser Marathon der längste und schwerste in meiner noch jungen Karriere als Teamfahrer war.
Ich muss zugeben das ich vorher schon ein paar unruhige Nächte verbracht habe in Hinblick auf diesen Rennen.
Hier unsere Plazierungen :
Fahrzeit Plazierung AK Plazierung gesamt
Ando : 3:19:02 47 Sen1 106
Sören 3:57:00 200 Sen1 402
Impressionen und Ergebnisse findet ihr auf der website des Veranstalters. www.vulkanbike.de