Tour de Energie` Göttingen 22.04.2012 

 Sonntag der 22.04.2012, Wolfgang und ich (Maik) haben uns in Göttingen zur Tour de Energie` verabredet. Beide hatten wir für die 100km Strecke gemeldet. Das Wetter sieht April mäßig abwechslungsreich aus. Gegen 9.30 Uhr komme ich in Göttingen an, ziehe mich um und lade mein Rad aus.

 Auf der Fahrt Richtung Startbereich, wo ich hoffe auch Wolfgang zu treffen, stelle ich fest das mein Umwerfer nicht auf das große Kettenblatt schaltet. So ein M.....! Zu meiner Freude hatte der Veranstalter im Startbereich einen Servicepunkt eingerichtet. Die Schrauber dort waren echt nett und haben mir meinen Umwerfer richtig eingestellt. Danke nochmal dafür! Am Servicepunkt fand mich dann auch Wolfgang. Kurz noch was Essen ein wenig schwatzen und dann ging es auch schon in die Startaufstellung.

Ab dem Start auf dem Schützenplatz verlief das Rennen erst einmal neutralisiert bis zum Rosdorferkreisel. Hier erfolgte der fliegende Start. Wolfgang, sehr erfahren was Straßenrennen betrifft, pflügte durch das Feld nach vorne.

Nach dem ersten schnellen flachen Stück ging es hinter Klein Schneen Richtung Deiderrode in den ersten Anstieg. Hier musste ich schon kämpfen um an Wolfgang dran zu bleiben. Kurz vor Jühnde konnte ich seinem Tempo nicht mehr folgen. Auf der weiteren Strecke bis Hannoversch Münden lief es für mich noch recht gut. Noch! Zwischen Hannoversch Münden und Hemeln kam dann ein kurzer steiler Anstieg. Ich ging aus dem Sattel um hier zügig hoch zu kommen. Oh nein, die Beine fingen an zu krampfen. Das darf doch nicht wahr sein. Ich nahm Tempo raus und versuchte mich locker zu fahren. In Hemeln, der hälfte der Strecke, ging es dann hinauf  nach Ellershausen. Auf diesem Anstieg über ca.8-9km begannen meine Beine wieder zu krampfen. Es wollte einfach nicht besser werden. Ich war kurz davor aufzugeben. Ein Fahrer nach dem anderen überholte mich. Ich grübelte was ich wohl falsch gemacht habe. Viel zu schnell auf den ersten Kilometern, zu wenig Training, falsch gegessen und getrunken? Was soll es, irgendwie bin ich dann oben angekommen.

Nun ging es weiter über Löwenhagen Richtung Dransfeld. Hier fing es dann zu meiner großen Freude auch noch zu Regnen an. In Dransfeld begann dann die Auffahrt zum „Hohen Hagen". Hier stehen immer viele Zuschauer an der Strecke. Schlapp machen geht nicht. Also auf die Zähne beißen und unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer hoch. Auf den folgenden Abfahrten versuchte ich wieder Kräfte zu sammeln. Richtig erholen konnte ich mich jedoch nicht mehr. Als Rosdorf vor mir auftauchte hatte ich es fast geschafft. Bis auf die Bürgerstraße nach Göttingen war es nun nicht mehr weit. Ich war froh das Ziel erreicht zu haben.

Wolfgang war natürlich eine Weile vor mir im Ziel obwohl er auf den letzten 5km mit einem schleichenden Platten zu kämpfen hatte.

Insgesamt war es für mich ein hartes Rennen, die Veranstaltung war aber von der ganzen Organisation TOP. Danke an das ganze Orga. Team.

Viele Grüße Maik

PS: „Hinten fahren tut genauso weh wie vorne fahren"

                                                             Jens Voigt