HUY-BURGEN-LAUF 2012

1 Lauf - 2Tage - 3.Etappen-55.5km  Huy-Burgen-Lauf

TAG1:

Nachdem ich die Harzquerung letzte Woche bei sommerlichen Temperaturen recht gut überstanden hatte und auf Platz9 gesamt gelaufen bin war ich guter Dinge auch den Huy-Burgen-Lauf an diesen Wochenende erfolgreich zu Überstehen. So ging es Punkt 10 Uhr mit einen recht lauten

Kanonenschlag vom Burginnenhof Schlanstedt los. Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen den Lauf etwas ruhiger anzugehen. Gemeinsam ging es mit Andreas ,Sylke, Simone die dieses Jahr die Extremdistanz von 100km beim Oxfam Trailwalker Lauf bewältigen wollen,  und Reiner los. Aber da so ne Spitzenathleten immer die Pulsuhr im Auge haben und ich nicht so richtig auf Temperatur kam beschloss ich kurz vor Eilsdorf mein eigenes Tempo zu laufen und so ging die wilde Verfolgungsjagd los: über Anderbeck ,Dingelstedt konnte ich so einige Plätze gut machen. Bei Röderhofer Teich hatte ich die Spitzengruppe im Blickfeld und mich auf Platz 7 vorgekämpft , immer im Hinterkopf dass es morgen noch mal 21,5 km zu laufen sind, versuchte ich ran zu kommen .Weiter liefen wir über Jürgenbrunnen und so kamen wir zur letzten langen Steigung, die im strömenden Regen noch mal eine echte Herausforderung stellte. Man beachte das Burgen meist auf Bergen gebaut wurden die den doch flachen Huy zu einem recht anspruchsvollen Landschaftslauf machten. So kam ich nach knapp 2Stunden und 24.5km voll durchnässt auf der Huysburg an. Also schnell raus aus den nassen Socken und ran an die Gulaschkanone um die verlorene Energiereserven wieder aufzufüllen. Nach 2Stunden Pause startete bei leichten Nieselregen die 2Etappe Richtung Sröbeck, die zum größten Teil fast nur bergab über aufgeweichten Waldboden verlief . Da die Walker 30min vorher gestartet waren war die ganze Sache etwas unübersichtlich dazu kamen noch die Staffelläufer und die Verwirrung war perfekt. So liefen wir über Sargstedt, über die letzte steile Rampe hoch zur Sargstedter Warte über Aspenstedt nach Ströbeck. Auf dem Sröbeckermarktplatz im typischen Schachbrettdesign gehalten haben uns die lebenden Schachfiguren nach den letzten 9.5km herzlichst empfangen. So endete der erste Tag nach 34.32km und 795hm

TAG2:

Heute ging es vom Schachbrett Ströbeck los auf die letzte 21.5km langen Etappe. Der Animateur der die ganze Meute laufwütiger Sportler in Stimmung hielt und die geschunden Gelenke wieder auf Betriebstemperatur brachte. So kamen wir mit etwas Verspätung los und das Tempo wurde dieses Jahr sehr hoch gehalten aber dazu später mehr. Nach 3km kamen wir in Athenstedt an die Sektbar mit gutgelaunter Sektdamen und einer Spitzen Band ... Grins- das kante ich schon aus dem letzten Jahr. Also Sekt rein  und weiter ging es ein paar hundert Meter weiter; mit weichen Beinen galt es die erste Steigung bestmöglich hochzukommen. Ich konnte noch einen Platz gut machen und lief damit auf Platz9 oben angekommen gab es den nächsten Checkpoint  mit Müsli und Wasser  so dachte ich das man noch was gut machen könnte. Ja denkst é :der aufgeweichte Ackerboden klebte wie Blei unter den schon unglücklich gewählten Laufschuhen SCH. So musste ich noch ein paar Plätze einbüßen. Der Nächste Verpflegungspunkt war in Huy-Neinstedt  der gleich als kurzer Wendepunkt diente. Weiter liefen wir nach Badersleben wo die Westerburg in der Ferne schon zu sehen war. Kurz hinter mir versuchte mich ein Staffelläufer zu überholen also auf die Zähne beißen und Tempo hoch, was mir auch gelang. Wenige Meter vor der Westerburg ging es rein in den Park, das Schnaufen hinter mir verhieß nichts Gutes so nahm ich mit letzter Kraft  die meine Reserven in die Hand, Treppen runter rein in den Innenhof und geschafft  So müsste ich auf Platz 15 gelandet sein. Mal wieder raus aus den nassen Sachen und Essen geholt bis der Rest kam. Beim Essen am Tisch saß ein ziemlich durchtrainierter Läufer. Im Gespräch stellte sich raus das er der Inoffizielle Sieger mit 1h30min war wo ich mit meinen 1h42min ziemlich alt aus sah aber was nicht so schlimm war da Uwe aus Berlin schon den BerlinMarathon in 3h und 4min gelaufen ist. So erfreute ich mich über die Schmerzverzerrten Gesichter der Huy-Burgenlaufneulinge Sylke Simone und Reiner bei ihren ersten Ritter Schlag und wir sehen uns bestimmt im nächsten Jahr zum 11Huy-Burgen-Lauf wieder.

Bis bald im Wald euer Journalist Guido