„Bike on Fire 24hours race“ im Landschaftspark Duisburg am 31.07./01.08.2004 

Ordentlich die Kante geben hieß es am letzen Wochenende zum 24h-Rennen in Duisburg für Daniel und Ando im reizvollen Landschaftspark vor mountainbike-untypischer Kulisse. Es galt nichtunbezwingbare Gipfel zu erklimmen, sondern 24h durchzuhalten und Spaß an der Sache zuhaben.

Nach erfolgreicher und kurzer Anreise aus Köln (70km) begann das Event für uns mit dem Einrichten des Basecamps auf 30m über dem Meeresspiegel.Die Verpflegung des Veranstalters war auch eher entsprechend im Hochgebirge, leicht und minimalistisch. Nachdem die Startunterlagen und die Beleuchtung für die Nachtstunden organisiert war, luden wir noch „schnell“ und unplanmäßig die Akkus der Nachtsichtgeräte auf. Ärgerlich, dassuns der Veranstalter aufgeladenen Akkus versprochen hatte, doch mit einem Notstromaggregatdes Zeltnachbarn war das kein wirkliches Problem.


Der Startschuss fiel Punkt 13 Uhr vor der tollen Ruhrpottkulisse und die Teilnehmer stürzten sich bei über 30 Grad auf die 8km Runde mit ca.100hm.Wir gingen als „ZWEIER-Team“ an den Start.
Die Hitze sorgte dafür, dass jeder von uns nur kurze Zeit aktiv bis zum Fahrerwechsel auf der Strecke seine Runden drehte. Nach jeweils 4 Runden oder 80 Minuten führten wir denFahrerwechsel durch.

Die Zeitmessung erfolgte per Chip, der in der Startnummerintegriert war.
Die Runden wurden sehr schnell gefahren und das Profil sahanspruchsloser aus, als es sich in wirklichkeit darstellt. Durch die ständigen Tempowechsel, bedingt durch Spitzkehren, Wendepunkte, Treppen und Rampen wurdeordentlich Saft aus den Beinen gezogen, der schneller wiederaufgefüllt werden musste als bei den Akkus unserer Radbeleuchtung. 

Uns blieben also nur jeweils 1 Stunde und 20 min zur Regeneration, bis wir wieder mit ordentlich Druck auf dem Pedal auf die Strecke durften.Zeit zum Grillen oder Erholen blieb uns als „Zweier“ nicht, andere Teams die als „ACHTER oder "VIERER“ gestartet waren, hatten da den größeren fun-factor. So ließen wir unsere Würstchen unddas Becks in der Kühltasche und schraubten bis zum Einbruch der Dunkelheit 28 Runden.

Dann ging es mit viel Spaß und 5 Watt Frontbeleuchtung auf den Kurs, es lief besser als erwartet unddie Rundenzeit lag gerade mal 3 Minuten über Tagesdurchschnitt. Sturzfrei erreichten wir und unsere Akkus 3 Uhr unseren mentalen Schwachpunkt und beschlossen, uns für 3 Stunden im Zelteinzuschließen.


 Ab 6 Uhr sollte es dafür mit neuem Saft und verbesserter Motorik weiterrollen. Nach nem ordentlichen Kaffee und nem miserablen Frühstück am Verpflegungszelt rollten wir dann bis 13:00Uhr mit Vollgas im 4er/3er und zum Schluss im2er Rundenrhythmus über die Piste und lagen
immer noch mit den Rundenzeiten deutlich im Vortagesbereich. 

Als Daniel dann 13 Uhr ins Ziel rollte, hatten wir 58 Runden auf der Uhr, insgesamt 464km durch den Landschaftspark abgespult und hatten die Runde ordentlich im Eiweiß abgespeichert.

 Ich glaub, wir könnten die Runde nachts jetzt ohne Licht fahren?!


Unser Fazit: 24 Stunden Rennen sind härter als ein „normaler“ Marathon und es bleibt 24h keine Zeit für ein Bierchen oder eine Rennwurst.