Unsere gemeinsame Auftaktveranstaltung 2005 fand in Bad Frankenhausen am Kyffhäuser statt. Für uns hieß es, die Marathon-Distanz von 42,195 km mit ca. 800 Höhenmetern in Angriff zu nehmen (lt. Tacho auf dem Meter genau vermessen☺)

Am Start waren Heiko, Norman, Sören und Ando bei widrigen Bedingungen, 3 Grad und wiederkehrenden Regen oder Schnee. Daniel war zur gleichen Zeit auf einer anderen Marathonveranstaltung der besonderen Art in Weimar und konnte an dem Kurzrennen nicht teilnehmen. Während wir uns körperlich auf dem Kurs abmühten, bekam Daniel geistige Lektionen in Sachen Unternehmensfusionen und Schlagwortschulungen, er lernte Abkürzungen wie CEO (Can Ei Ohne – Bezeichnung aus dem angelsächsischen Raum für DEN DER OHNE KANN). Daniel litt sicher mehr Qualen als wir!

Läufer und Mountainbiker berannten und befuhren gemeinsam die Strecke. Trotz zeitversetztem Start kam es aufgrund unterschiedlicher Streckenführungen zu Spannungen und weder Voll- noch Halbkontakt zwischen Läufern und uns. Hier galt: „Nur was man trainiert, kann man auch im Wettkampf leisten. So trauerten wir den Trainingseinheiten nicht mehr nach, bei denen es zu Konflikten mit Wanderern kam und das geübte Ausweichen vor horizontalen Wanderstöcken trainiert werden musste. Wir fühlten uns teilweise wie beim Slalom der Herren auf dem Hahnenkamm und benutzten die Läufer als bewegliche Slalomstangen – übrigens fehlerfrei. Die Frage, ob uns bei der nächsten Veranstaltung Sperrschilder „Radfahren verboten“ oder Hinweisschilder „Bitte absteigen“ drohen, konnte noch nicht geklärt werden.

Das Rennen hielt einige Überraschungen bereit, so hatte Heiko Defekt an der Schaltung, Ando hatte mit Totalausfall der Bremsen zu kämpfen und die Startnummern von Heiko und Ando wurden versehentlich vertauscht.

Dennoch hielten wir uns tapfer. Norman und Ando hielten sich auf den ersten Kilometern, bei denen ein heftiger Kantenwind blies, taktisch im Hauptfeld auf und gingen erst nachdem der schützende Wald erreicht war zur Attacke über. Norman gab alles was er hatte und fuhr mit maximaler Leistungsfähigkeit (Puls >173) ein hochmotiviertes Rennen. Mit mächtigem Dampf auf dem Pedal zog er vor allem kräftig über die kurzen Kuppen und bügelte die paar Schippen Sand förmlich platt. Das entscheidende letzte Drittel wurde dann von leichten Rückenwind geprägt und Norman und Ando konnten trotz laktatversorgter Oberschenkel die Platzierungen halten und steuerten etwas orientierungslos als Vierter und Sechster durchs Ziel.

Sören kämpfte sich mit kurzem Abstand über die Ziellinie. Getreu seiner Devise „Langsam anfangen und viele überholen“ wurde er vor allem in der zweiten Hälfte des Rennens im stärker und rollte mit Siegerpose auf uns zu.
Heiko konnte nach technischem Defekt nur noch Schadensbegrenzung vollziehen, nachdem er sich tapfer geschlagen hatte und vor allem die schwierigen Passagen bis nach Udersleben gut gemeistert hatte.

Zur Belohnung gab es die berühmte Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und heiße Getränke. Lasst Euch nicht verwirren, auch nach dem Rennen war es noch richtig kalt. Die Badelatschen (Deep Impact) hat Ando nur an, weil er keine Wechselschuhe einsatzbereit hatte.