In diesem Bericht erfährst Du mehr über die Evolutionstheorie und welche neuen Entwicklungen sich in der Evolution anbahnen.Für Dich als Leser wird sich als erstes die Frage stellen, wo war ich in der 6.Klasse,als mein Bio-Lehrer die Evolutionstheorie näher erklärte und zweitens, was besagt diese Theorie. 

Keine Panik, ich werde Euch jetzt nicht mit euren uralten Ängsten vor Eurem Bio-Lehrer konfrontieren, ich gebe einfach die Antwort auf die 2. Frage:Was besagt die Evolutionstheorie?

• Die Lebewesen haben sich im Lauf der Erdgeschichte gewandelt (Zunahme der Komplexität des Baus und der Leistungen, aber auch Rückbildungen)

• Die heutige Vielzahl der Arten (mehrere Millionen) hat sich aus einer geringeren Zahl,wahrscheinlich nur einer einzigen entwickelt (Aufspaltung der Arten)

Und hier noch mal ein kleiner Zeitstrahl: (etwas länger als ein Marathon , aber sehr schnell zu lesen ☺) Die ersten organischen Moleküle entstanden vor knapp 3,5 Milliarden Jahren im Wasser,weil sie dort vor tödlicher UV-Strahlung geschützt waren. Erst vor ca. 700 Millionen gab es dann die ersten mehrzelligen Lebewesen. Noch immerwar das Land unfruchtbar und kahl.Im sog. Devon regierten dann die Fische das Meer, von denen vor ungefähr 370 Millionen Jahren die ersten mit ihren muskulös gewordenen Flossen (später wurden daraus kräftige Oberschenkel und Waden der Mountainbiker ☺) an Land krochen.

Im Devon vollzog sich der wichtigste Schritt in der Evolution der Wirbeltiere,
der Übergang vom Wasser- zum Landleben. Ihr werdet Euch nun fragen, was hat das Alles mit einem Marathon zu tun? Bis zum 14.8.2005 galt die Regel: Die Evolution ist nicht umkehrbar, eine Entwicklungvom Land zurück ins Wasser gibt es nicht.

Das war falsch! Denn nach dem Marathon in Frauenwald war klar, die Familie der „Mountainbiker“ –Gattung „Marathonfahrer“ ursprünglich für das Leben an Land evolutioniert, kommtimmer besser und länger mit viel Wasser zurecht. Die körperliche Anpassung führt zu verbesserten Leistungsverhalten und Durchhaltevermögen im fremden Medium.

Einerster Schritt zurück ins nasse Medium WASSER war vollzogen. Da der Evolutionsprozessein sehr langsamer Prozess ist und werden noch viele weitere Anpassungsversuche folgen müssen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklung in den nächsten 100Millionen Jahren vollziehen wird.Doch nun zum eigentlichen Marathon:

Etwa eine Stunde vor dem Start begann es zu regnen und die Temperaturen erreichten nur noch knapp die 10 Grad Marke.Die widrigen Bedingungen mit Regen und Kälte schreckten die ca. 300 Starter nicht ab,am 7. Super-8-Marathon teilzunehmen.

Der Dauerregen weichte die Superstrecke schnell
auf und verwandelte große Abschnitte in regelrechte Schlammpisten, der Modder klebte an den Reifen und zog die Kraft sehr schnell aus den Beinen.Der schauerartige Regen verstärkte sich im Rennverlauf und einige Fahrer konnten sichmit dem unerwarteten Kälte- und Regeneinbruch nicht anfreunden und absolvierten statt der Mittel bzw. Langdistanz die kürzere Strecke mit 43 km, die bei diesen Bedingungenauch eine wahre Herausforderung war.Unser Team war mit Heiko (43km) Sören (43km) Norman (86km) und Ando (105km) am Start.

Bereits nach wenigen Metern im Gelände waren die Fahrer nur schwerauseinanderzuhalten, denn der Schlamm kleidete alle Fahrer in ein einheitliches„Modderbraun“ und jeder konnte die Gedanken der anderen Starter erahnen – „Hoffentlich hört es auf zu Regnen – Sonne wo bist du?“ Die Strecke war sehr gut präpariert und war genau wie im letzten Jahr in Form einer 8angelegt. Selbst bei diesen schweren Bedingungen hat unser Team seine wahre Freude auf dem Kurs gehabt (abgesehen von ein paar Flüchen über den Regen) und wir konntenalle, durchgefroren und schlammverkrustet, unsere geplanten Strecken ohne Aufgabe,technischen Defekt oder Sturz beenden.

Sören überquerte als erster die Ziellinie –nachsehr guten 2:37Stunden.
Heiko unterbot sein Ziel, die 43 km in 2.58 Stunden zuabsolvieren – er hatte sicheine Zeit unter 3 Stunden vorgenommen (Bei diesemVorhaben durfte natürlichdie Zahl 3 nicht vor dem Komma stehen ☺) - er überquerte in einerSuperzeit von 2:50 Stunden die Ziellinie, im Vergleich zu Vorjahr eine Steigerung umsatte 35 Minuten. Norman und Ando bogen in die zweite Runde ab und trotzten weiter den Bedingungen,Norman mit langer Hose, Ando mit kurzer Hose unter einem langen Schlammdress.Dank der Unterstützung der Zuschauer, Betreuer war es mental möglich, diese Strapazen durchzuhalten.

Auf der Langstreckehatte Ando dann noch zweimal die kleine Rundezu durchfahren und warnach 5:26 Stunden im Ziel. Der Sieger war dabereits geduscht undwieder aufgewärmt, denn er rollte 56 Minutenvorher über die Ziellinie.Eine Wahnsinnsleistung. Norman rollte nach 5:34Stunden ins Ziel, die Kraftaus den Beinen war auf der Strecke geblieben, aber die Eindrücke werden bleiben. Wir dachten nach dem Rennen alle: Je widriger die Bedingungen, desto bleibender die Erinnerungen!