Der Veranstalter von Sankt Wendel rief und die Weltelite kam, zum letzten großen Aufeinandertreffen der Stars in diesem Jahr. Die Saison neigte sich dem Ende zu und es hieß,nochmal alle Kräfte zu mobilisieren um ein gutes Rennen für diese Saison zu fahren undeinen guten Abschluss zu finden. 

Alle namhaften Fahrer wie z.b. Thomas Dietsch, Mauro Bettin, Martin Kraler, Bart Brentjes, Sabine Spitz, Paula Pezzo und Moritz Milatz waren am Start, aber auch einige Unbekannthatten den weiten Weg nach Sankt Wendel gefunden.

Die Fahne des Teams Ostwest-express.de wehte ebenfalls auf dieser Veranstaltung. Einmal die Kurzstrecke und einmal die Langstrecke. Aufgrund von beruflichen Verpflichtungen konnte jedoch Ralf nicht an diesem Rennen teilnehmen und somit war Daniel der einzige Fahrer des Teams, der sich auf den Weg machte, Sankt Wendel zu erkunden. Man munkelte bereits Tage vorher im örtlichen Tagesblatt, dass es in den Wäldern um Sankt Wendel einen „alten Holzmichel“ geben sollte, jedoch hatte man ihn noch nie zu Gesicht bekommen. Also machten sich alle Fahrer auf die Suche diesen zu finden ;)Samstagmorgen 09:00 Uhr, die Fahrervorstellung im strömenden Regen im Sankt WendelerSportpark. Kurze Zeit später, nachdem die Profis genug Vorsprung hatten machten sich die Hobbyfahrer auf den Weg die Strecke unter die Reifen zu nehmen.

Auch Daniel machte sich auf den Weg aus dem Sportpark um die wunderschönen 110 km und 2700 Hm im Einklang der Natur und dem Wetter zu erkundigen. Das Tempo war zu Beginn sehr, sehr hoch und jeder versuchte eine gute Position zubekommen und diese auch zu behaupten. Aufgrund des aufgeweichten Bodens, war diesjedoch ein schwieriges Unterfangen und so versuchte man auf seinem Rad das Gleichgewicht zu halten und jeglichen Bodenkontakt zu vermeiden.Nach ca. 15 km schlossen die Mittelstreckler und Kurzdistanzler auf uns auf und es wurdewieder hektisch.

Nach ca. 35 km hatte Daniel einen guten Tritt und hatte seinen Rhythmus im Einklang zu seiner quietschenden Bremse gefunden. Weit und Breit war aufgrund der Lautstärke bis dahinkein Holzmichel zu finden! Wo war er nur ?Bei Kilometer 70 passierte es dann. Einige Wanderer hatten die Markierungen geändert und somit wurde Daniel in eine andere Richtung geleitet, natürlich Berg hoch. Als unten einFahrer schrie:

Hey Du bist da falsch, hier geht’s lang, setzten wir gemeinsam unseren Wegfort. Daniel peilte eine Zeit von ca. 5:30 Std. an und war auf dem Wege dies zu schaffen, leiderversagte die Hinterradbremse total ihren Dienst. Somit wurden ab 73 km alle Downhills nur noch mit der Vorderbremse runter geeiert. Der erkämpfte Vorsprung verstrich und somit war
die erwünschte Zeit nicht mehr zu schaffen. Nach 6:05 Std. traf Daniel dreckig im Ziel ein, wie die Fahrer vom Super 8 Marathon im Frauenwald. Erbelegte im Gesamtrang den 45. Platz und in seiner Altersklasse den 9. Platz.

Die Suche nach dem Holzmichel war Ergebnislos und wurde am Tag danach eingestellt. Man war sich einig, das es keinen „alten Holzmichel“ gibt!… … … … … ..tja, wenn die sich da mal nicht geirrt haben ;)