Rennbericht "24h -Rennen in München am 14.- 15. Juli 2007"

 

 

Wieder ist einer der Höhepunkte in der Bikesaison 2007 absolviert und es scheint das Jahr der  24 – Std. Rennen zu werden...

Es war ein super Gefühl, im Olympiapark München so einen Wettkampf ( größtes 24 – Stunden Rennen Europas ) mit über 1500 Mountainbikern ( 400 Teams )  zu bestreiten und bei besten Bedingungen auch bestmögliche Leistungen zu erzielen. Unser „ Vierer“ mit Heiko, Ingo, Mark und Sören hat sich wirklich gut geschlagen, war immer auf der Strecke präsent und fuhr 62 Runden ( 483,6 km ) ohne Panne , ohne Einbruch, ohne Sturz.

 

Obwohl die Vorbereitungen nicht so liefen wie wir es geplant hatten, saßen wir ( Heiko und ich ) doch einigermaßen rechtzeitig ( 14.00 Uhr ) auf unserem LKW, den Wohnwagen im Schlepptau und fuhren der Sonne entgegen. Je mehr sich der Schalter von Alltagsstreß auf Bike – Wochenende umlegte, um so besser wurde die Stimmung.

 

Sören und Mark hatten sich schon früher auf den Weg gemacht und uns einen guten Standplatz mit immerhin 30 m² Fläche gesichert – Wie meistens im Leben galt auch hier der Grundsatz: „ Wer zuerst da ist, mahlt zuerst“. Nach Regelung aller formellen Angelegenheiten erkundeten sie schon mal den 7,6 km langen und 95 hm zählenden Rundkurs, der zwar alle möglichen Schikanen in sich hatte, aber der Fahrspaß sollte nicht zu kurz kommen.

Gegen 20.00 Uhr trafen auch wir auf dem Olympiagelände ein und genossen nach Aufstellung der fahrbaren Behausung den schon traditionell gewordenen Grillabend.

 

Am nächsten Morgen füllten sich schnell die restlichen freien Plätze im Fahrerlager, Zuschauer strömten auf das Gelände, auf der Bühne wurde Rockmusik aufgelgt und das Event wurde von den Veranstaltern und Wigald Boning als Moderator eröffnet.

Die Zeit bis zum Start verging wie im Flug, kurze Fahrerbesprechnung und Heiko sollte den Anfang machen. Rechtzeitig vor dem Startschuß traf unser Betreuerstab aus Wernigerode ein, danke an Ronald und Petra für die Unterstützung.

13.00 Uhr, der Start erfolgte und über 400 Fahrer setzten sich in Bewegung, das Feld zog sich schnell auseinander und verteilte sich über die ganze Runde. Jedes Team hatte seine Strategie und schon nach einer Runde erfolgten die ersten Wechsel.

 

Nach der Wechselzone, die sich glücklicherweise in der Olymiahalle befand und man sich von der Sonne nicht schon vorher weichkochen lassen musste, ging es erstmal über eine aus Gerüstplanken bestehende Rampe, um lautstark darüberzubrettern und Aufmerksamkeit zu erregen, dann immer am Fahrerlager vorbei, einen kurzen knackigen Anstieg hinauf, um dann eine ziemlich steile, stufenförmige Abfahrt hinunterzurasen, die genau in Richtung See führte… Glücklicherweise meisterten alle Racer die anschließende Rechtskurve, um nicht im Wasser zu landen. Die folgende „Beruhigungsstrecke“ am See entlang sollte man nutzen, um zu trinken, denn auf dem Großteil der Strecke war das nicht möglich, weil man alle Hände voll zu tun hatte. Spektakulär ging es dann weiter: knackige Anstiege mit Spitzkehren, ebenso die Abfahrten, ein Singeltrail durch den Wald, der uns ein bischen Abkühlung verschaffte, denn die Sonne brannte erbarmunglos und es herrschten Temperaturen über 35°C!

In der 2. Rundenhälfte war eine kleine Crosstrecke mit Sprunghügeln und ab dort war es ratsam sich die Kraft eizuteilen für „die Rampe“ ein kurzer aber sehr steiler Anstieg und ein Zuschauermagnet! Über die Stimmung und Anfeuerung konnten wir uns nicht beschweren und wurden dadurch förmlich hinaufgeschoben – man holte einfach das Letzte aus sich heraus, um nicht absteigen zu müssen.

 

Der letzte Teil führte uns wieder durch’s Fahrerlager, krachend über eine 2. Gerüstrampe – was natürlich mehr Spaß machte, je schneller und lauter man darüber heizte, am Biergarten vorbei, wo sich die Besucher ihr Hefeweizen schmecken ließen und uns ganz sicher bedauerten und wieder in die Wechselzone, wo die Zeitnahme mit Transponder erfolgte.

Wirklich eine spektakuläre Strecke und eine fahrtechnische Herausforderung.

 

Wir entschieden uns, alle 2 Runden zu wechseln. Das war eigentlich für jeden Fahrer gut verträglich und der Tiefpunkt in der 2. Nachthälfte überwanden wir auch ganz gut. Petra achtete auf unsere Ankunftszeiten, um rechtzeitig den nächsten Fahrer auf die Strecke zu schicken. Als die Sonne wieder aufging, schnellte der Motivationsanzeiger wieder in den grünen Bereich und wir gaben nochmal Gas für die letzten Runden.

 

In das Olympiagelände kehrte wieder Leben ein,  es ertönte wieder Rockmusik und zahlreiche Zuschauer säumten die Rennstrecke. Für uns hieß es 12.45 Uhr wird die Wechelzone geschlossen und kein Fahrer mehr auf die Strecke geschickt, es passte ganz genau und Heiko ging um 12.35 auf die letzte Runde – die 62. und beendete genau um 13.00 das Rennen.

Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein: Platz 69 von 105 Vierer – Teams.

 

Es war jedenfalls ein schönes Erlebnis hier im Olympiapark zu fahren. Wir trafen uns alle noch im Fahrerlager, um uns ein wenig auszuruhen, doch die Aufräum- und Abbauarbeiten gingen gleich nach der Siegerehrung los und wir traten dann auch die Heimreise an.