Ein tolles Wochenende ist leider schon Geschichte, die Anreise von ca. 300 km hat sich echt gelohnt. Nach dem Trainingswochenende im Harz war wieder ein MTB- Race geplant. Leider, musste ich im Vorfeld 10 Tage krankheitsbedingt pausieren, der Rücken hat mal wieder schlapp gemacht. Nach Arztbesuch und Physiotherapie habe ich mich am Freitag entschlossen in Seiffen zu starten. Die Shortrunde sollte es werden!  

Gegen Abend in Seiffen angekommen den Zeltplatz angefahren, der sich leider nicht mehr auf der Wettinerhöhe befindet. Am Samstag früh die Startunterlagen abgeholt, danach die Steilabfahrten besichtigt bei dem trockenen Wetten kein Problem, dachte ich. Zum Mittag einen Kurzbesuch in Tschechien eingeplant, na und gut gestärkt, am Nachmittag eine Streckenbefahrung durchgeführt.

Sonntag pünktlich aufgestanden! So gegen 08:00 Uhr habe ich mich Richtung Vorstart begeben, denn bei mehr als 1300 Startern wollte ich mich gut positionieren. Um 09:00 Uhr erfolgte der Vorstart, dass riesige Fahrerfeld fuhr über die Wettinerhöhe zum Ortskern von Seiffen. Hier erfolgte dann der scharfe Start! In der Einführungsrunde von 13 km mit satten Hm ging es gleich richtig zur Sache. Durch meine gute Startposition war ich ganz gut dabei. Nach dem verlassen der schnellen Asphaltrunde erwarteten uns auch bald einige leichte Singletrails. An überholen war hier kaum zu denken, das Feld war noch wie eine lange Schlange, die sich durch den Wald zog. Die nächsten km waren für mich nicht so einfach, die Strecke war recht uneben und auf Grund der Rückenprobleme musste ich ein wenig vorsichtig sein. Natürlich habe ich dabei einige Plätze verloren! Die erste Steilabfahrt konnte ich gut meistern, einige Fahrer hatten aber hier schon ihre fahrtechnischen Fähigkeiten erreicht. Nun weiter zum Wettiner- Grund, hier fand ein wahres Sturzfestival statt unsere Fotografin hat das gut dokumentiert (siehe Fotos ).
Sturzfrei habe ich diese Passage absolviert, doch auch ich wurde durch einen stürzenden Fahrer kurz behindert. Die nächsten km waren von ständig wechselnden Geländeprofil geprägt. Nun näherte ich mich so langsam dem „Alp de Wettin" dieser spektakuläre Anstieg war von mehreren hundert Zuschauern gesäumt. Alle Fahrer haben hier die letzten Kräfte mobilisiert, auch ich erreichte unter der tosenden Geräuschkulisse das Ende der Steigung. Bis zum Ziel war es nun nicht mehr weit, mit meiner gezeigten Leistung, kann ich krankheitsbedingt zufrieden sein.

 

Ronald Schmidt