Ironbike 21.07. - 28.07.2007
 

Lest hier unsere Erfahrungen vom ersten Etappenrennen in den italienisch/französischen Alpen!

Unser erstes Etappenrennen im Zweierteam liegt hinter uns und es verbleiben tiefe Eindrücke und Erfahrungen, die nur schwer in Worte zufassen sind.

Der Veranstalter wählte für solche Momente den Spruch: „Nothing to say… just IRONBIKE.“


Allgemeine Informationen zum Rennen und den Etappen gibt es auf der homepage des Veranstalters und wir wollen hier nur über einige persönliche Erfahrungen berichten.

Das Rennen führte uns in hochgelegene Alpenregionen mit Passhöhen bis zu 2.700m und dem höchsten Gipfel von 3.200m. Die schwierigen  Streckenverhältnisse und die Fahrzeit, die benötigt wird, um auch kurze Etappen von ca. 75km zu bewältigen, prägen das Rennen. Insgesamt waren wir im Durchschnitt 8 Stunden pro Etappe unterwegs, die längste dauerte für 12 Stunden. Ausruhen ist bei diesem Rennen zu keinem Zeitpunkt drin.

Gut dass wir beide dieses Jahr jeweils 8.000km auf dem Rad abgespult hatten und unsere Grundlagenausdauer stimmte. Über das Gelingen entscheidet aber nicht nur die Fitness, sondern ein Zusammenspiel vieler Faktoren, angefangen mit der Psyche, die sicher einen Anteil von 30% ausmacht und das Material muss mitspielen.

Schmerzfrei sollte man auch bei kleinen Verletzungen wie z.B. Blasen an Händen und Füßen, Abschürfungen, Prellungen und den nicht zu unterschätzenden Sitzbeschwerden sein. Hinzu gesellt sich Sonnenbrand, Verdauungsbeschwerden, Gelenkschmerzen – eben das volle Programm. JUST IRON!

Trotzdem macht das Biken jeden Tag aufs neue Spaß, wenn man in der Lage ist, diese Kleinigkeiten auszublenden. J

Das Ironbike-Team verzichtete im Vorfeld der Etappen auf die Angabe von Höhenmetern, es gab nur eine ungefähre Richtlinie in Form des Roadbooks. Das Höhenprofil wurde dabei stark ausnivelliert, die Angaben sind nur Richtwerte und Höhenunterschiede - bis 100hm wurden nicht angegeben. Insgesamt hatte der Ironbike dieses Jahr ca. 25.000 Höhenmeter und 660 km.

Das allein gibt nur einen Bruchteil der Schwierigkeiten wieder, denn erschwerend kamen lange Lauf- und Kletterpassagen hinzu, die kurzen Regenerationszeiten, das tägliche Auf- und Abbauen des Nachtlagers, Übernachten im Camp, das Pflegen und Reparieren des Rades und täglich wechselnde Klimazonen, da auf unterschiedlichen Höhenlagen übernachtet wurde.

Im Zweierteam stellte dieses Rennen für uns eine besondere Herausforderung dar, da hier nicht nur der Körper sondern auch unser Geist einer harten Prüfung unterzogen wurde.

Gemeinsam meisterten wir alle Etappen, Probleme und Schwierigkeiten. Leider blieben wir auch nicht von einigen moralischen Tiefschlägen verschont. Aber auch diese Herausforderungen meisterten wir und zeigten den Bergen die Zähne! Getreu dem Motto: „Dem Wahnsinn einen Namen geben“ 

Wir haben das Roadbook, die Streckenlängen und Höhenprofile in unserer Fotogalerie eingefügt.

  

Ando & Daniel