3 Stunden Rennen am 05.07.2008 in Hagen (NRW)

Veranstalter: Zee Aylienz e. V. – MTB Hagen (www.zee-aylienz.de)

 

SPEED oder „Was habt Ihr denn für Drogen genommen?“

Back on Track hieß es für mich (Ando), denn nach langer Pause hatte ich am 28.06.2008 wieder mit dem Training begonnen– ja genau vor einer Woche. Die ersten 3 kleinen Grundlageneinheiten waren noch nicht richtig verdaut, da plante Daniel ein MTB-Training am Wochenende. Kaum hatte ich dem Training zugesagt, erhielt ich von Daniel eine E-Mail mit der Anmeldbestätigung zum 3-Stunden-Rennen in Hagen. Ohne langes Überlegen sagte ich zu, obwohl ich mir meiner eher labilen Form bewusst war und überwies 3 Tage vor dem Start leichten Herzens das Startgeld in Höhe von 20,- Euro.

Als ich am Donnerstag mein MTB aus dem Schuppen holen wollte, um es zu reaktivieren, stellte ich fest: „Upps das Teil steht ja seit April im 400 km entfernten Sömmerda.“ Auch diese Hürde war schnell überwunden und nach dem Motto „geht nicht, gibt’s nicht“ half mir Daniel mit seinem zweiten MTB aus. Vom leichten Wahnsinn angetrieben, fuhren wir am Samstag Richtung Hagen – der Start sollte gegen 12:00 Uhr erfolgen.

Zum ersten Mal wagte sich der Veranstalter an ein 3-Stunden-Rennen. Mit diesem Format bot der Veranstalter all denjenigen Marathonfahrern eine Möglichkeit, die sich auf einer technisch anspruchsvolleren Strecke mal richtig austoben wollten.

Die Strecke mit einer Rundenlänge von 6,5 km, ca. 135 Höhenmetern befand sich fast ausschließlich im Wald, das war bei dem trockenen und warmen Wetter ein Vorteil für die Fahrer.

Der Kurs bestand aus zahlreichen Singletrails und Forstwegpassagen. Verbocktere Wurzelpassagen, Rampen, technisch anspruchsvolle Abfahrten, Anlieger, Slalomfahrten und Schikanen sowie Hochgeschwindigkeitsabschnitte waren echtes Salz in der gut gewürzten Suppe. Während des Rennens konnten die Zuschauer das Rennen von der Expo-Area aus haunah erleben, da die Strecke spektakulär die Expo-Area tangierte. Hier erwartete die Fahrer noch eine eigens gebaute Singletrailpassage - down- und uphill samt Anlieger. Durch die ständig belebte Strecke während des dreistündigen Wettkampfes ergaben sich immer wieder Überholmanöver. Langeweile? Fehlanzeige. Dafür sorgte auch das tolle Rahmenprogramm. Wir merkten sofort nach den ersten Eindrücken und dem sehr herzlichen Willkommen bei der Startnummernausgabe – dass die Veranstaltung mit viel Passion vorbereitet worden ist.

Dieser Eindruck setzte sich dann auf der Strecke fort, die einfach ein toller Mix aus Cross-Country-Kurs und einigen Rollpassagen war – hier hat der Veranstalter genau den  richtigen Mix gefunden, um uns als Fahrer echte Glücksmomente zu schenken. Und so fuhren wir im Doppelpack konstant unsere Runden – das Publikum und sogar die Streckenposten feuerten uns an, obwohl wir nun wirklich nicht auf Platzierung fuhren, sondern einfach mit Spaß und richtig Druck auf dem Pedal über die Strecke rollten, ohne uns die Beine grau zufahren. Wir müssen so gegrinst haben, dass uns ein Zuschauer zurief: „Was habt Ihr denn für Drogen genommen?“

Der Moderator titelte über uns: „Hier kommen die siamesischen Zwillinge vom ostwest-express, die konstant und souverän ihre Runden drehen.“ Ich überstand die 3 Stunden besser als erwartet und wir hatten beide sogar noch Kraft für einen Schlusssprint, den Daniel für sich entscheiden konnte.

Dieses Rennen wird nächstes Jahr auf jeden Fall wieder auf unserem Terminplan stehen

Bewertung: TOP-Event!