Erzgebirgs-Bike-Marathon 02.08.2009!!!  

Zum 17. Erzgebirgs-Bike-Marathon in Seiffen, dem letzten Lauf zur Rocky Mountainbike Serie, wollte ich noch mal richtig Gas geben.

Im Startbereich erfuhr ich die „Schocknachricht", dass ich vom 3. Platz gestoßen wurde - durch eine kurzfristige Reglementänderung des Veranstalters (Der hatte sich gedacht, nehmen wir einfach ein paar Biker  dazu - da rollt der Rubel in der Eventkasse). Bin dadurch auf Platz 4 abgerutscht und damit war meine Motivation auch futsch! Natürlich wollte ich nach dem Rennen wissen, wie solch späte Nachnennungen möglich sind. Ich sage nur, die Auslegung eines Reglements kann erstaunlich sein.

Auf dem Stellplatz war schon sehr früh reger Betrieb, bei dem großen Starterfeld von mehr als 1500 Fahrern wollte sich natürlich jeder eine gute Ausgangsposition sichern. Pünktlich um 09:00 Uhr setzte das Feld Richtung Start in Bewegung nach einem kurzen Stopp ging es in die neutralisierte, geänderte Einführungsrunde. Im nächsten Ort wurde das Rennen freigegeben, ich sortierte mich im ersten Viertel ein. Mit hoher Geschwindigkeit wurden die ersten Kilometer zurückgelegt, auf Grund der nun fehlenden Höhenmetern riss das Feld nicht wirklich auseinander. Wieder in Seiffen angekommen befand ich mich in einer großen Gruppe. Ich ahnte schon, was mich auf den ersten Trailpassagen erwartet, Stillstand, absteigen, und schieben. Im laufe der Zeit begannen diese großen Gruppen zu zerfallen. Nun konnte ich mein Tempo finden und auch fahren. An der zweiten Steilabfahrt zur Straße, traute ich meinen Augen nicht. Da stand eine Fahrertraube die vermutlich überlegten, wie man da am besten runterkommt. Ich zwängte mich vorbei und sah einen Wandertag, dem ich mich dann anschloss.

Nun ging es in die zweite Rundenhälfte, hier ist viiiiiel Kraft gefragt. Auch die hohen Temperaturen erschwerten die Bedingungen merklich. Am zweiten langen Anstieg, einem neuen Streckenteil, merkte ich zunehmend den langen Trainingsausfall. Noch immer habe ich ja leichte Probleme in der li. Wade, ich denke aber, dass ich in den nächsten Tagen schmerzfrei bin. Bald erreichte ich wieder Seiffen nun noch die letzten 3 km mit dem legendären „Alp de Wettin". Hier brennt die Luft, die vielen Zuschauer treiben einen förmlich diesen schweren Anstieg hinauf. Nach der Hälfte des Berges spürte ich im  rechten Bein einen Krampf aufkommen. Es war im Grenzbereich, Krampf ja oder nein, das war hier die Frage irgendwie kam ich im tosenden Lärm der Zuschauer oben an. Geschafft - nun waren es nur noch wenige Meter bis ins Ziel.

Seiffen immer wieder!!!!!   

Ronald Schmidt