Podestplatz beim 13. Bikefestival in Willingen 2010!!!

Die Creme del`a Creme der Mountainbikeszene  traf sich beim größten MTB Event Deutschlands. Fahrer wie Alban Lakata, Urs Huber, Thomas Dietsch, Karl Platt, Stefan Sahm und .....Ronald Schmidt kämpften um die Plätze in den verschiedenen Kategorien.

 

Freitag gegen Mittag erreichten wir, Anja und Ronald, Willingen. Bei sommerlichen Temperaturen steuerten wir sofort den Wohnwagen Stellplatz am Sportforum an. Hier steht man etwas ruhiger und das Umfeld (Sanitäranlagen) ist Tipp Top.

In der vergangenen Woche hatte ich es etwas ruhiger angehen lassen. Das Rennen in Clausthal Zellerfeld war noch lange in den Beinen. Gut ausgeruht war ich jedenfalls, aber irgendwie hatte ich auch Respekt vor dem kommenden Rennen. In den vorangegangenen Nächten waren ja so einige Unwetter über das Hochsauerland gezogen. Augenzeugenberichten zufolge flogen  Zelte und Pavellions durch die Kante und natürlich Regen satt. Hab hin und her überlegt, ob ein Matschreifen sinnvoll wäre. Einige Streckenabschnitte kannte ich ja aus dem vergangenem Jahr. Ich entschied mich für die schnellen Larsen TT.

Samstag 05:30 klingelte der Wecker. Den hab ich nicht gebraucht, war nicht viel mit schlafen. Meine Betreuerin bereitete das Frühstück vor und kümmerte sich auch um viele andere Sachen. Ich war ja nun müde und wollte wieder ins Bett, der irre Duft von frischen Müsli ließ den Schlaf verschwinden.

Rechtzeitig rollte ich ins Starterfeld. Auf Grund meiner Nennung zum Rocky Mountainbike Cup stand ich in Startblock A. Oh man, hier standen die schnellen Leute. Da wird dann auch gleich das richtige Tempo vorgegeben. Punkt 7:30 setzte sich die Meute mit Begleitung von AC/DC (Highway to Hell) in Bewegung. Raus nach Willingen, gleich wieder links und wir waren am ersten laaangen Berg. Ein Teil des Feldes zog vorbei, aber schnell merkte ich meine Beine wollen da mit. Also noch einen Gang runter und Druck, Druck! In einer großen Gruppe erreichten wir den Bergkamm.

Von der angepriesenen Aussicht war heute nichts zu sehen. Nebel und tiefhängende Wolken verhinderten dies. Eine schnell wechselnde Streckenführung ließ die Kilometer nur so dahin schmelzen. Auf einem schönen, feuchten, leicht schmierigen Downhill hörte ich plötzlich die Worte von hinten :"Vorsicht, Vorsicht". Ein Fahrer wollte an mir vorbei -war aber selbst leider nicht vorsichtig genug -und schmiss sich kurz vor mir hin. Ronald schadenfroh wie er manchmal ist, rief jetzt seinerseits ihm zu :"Vorsicht, Vorsicht" und zog cool an ihm vorbei. Platz zurück erobert!!

Nach ca. 25 km war die Verpflegungsstelle aufgebaut. Ich prüfte meine Vorräte alles OK, also kein Stopp. Ein Blick auf mein Garmin erstaunte mich, ne super Zwischenzeit. Es folgte der längste Anstieg des Rennens. Nur nicht locker lassen, heute hatte ich nen Top Tag erwischt. Da lag was in der Luft. Gut oben angekommen, ging es in das letzte Drittel des Rennens. Immer wieder versorgte ich meinen Körper mit Flüssigkeit und Mineralien, alles war gut.

Es ging in einen Wurzeltrail, natürlich feucht, hier gingen die Reifen gar nicht. Also runter und geschoben. Schnell waren diese 2-3 hundert Meter geschafft, rauf auf den Bock und weiter. Ja denkste, in beiden Beinen Krämpfe, na das passt ja. Druck raus langsam weiter. Natürlich hab ich ein wenig Zeit verloren, aber nun ging es in eine Abfahrt. Hier gelang es mir, die Krämpfe abzuhängen. Nun mit den letzen Reserven Willingen entgegen, aber die Umrundung des Ortes kostet noch mal richtig Körner.  

Nach 3 Stunden und 3 Minuten war es geschafft. 15 min schneller als im Vorjahr und der 3. Platz in der Klassenwertung. Ja was soll ich weiter sagen, ein Dank an alle, die mir immer wieder geholfen haben.  

Ein Podestplatz bei dem größten Mountainbike Rennen Deutschlands, das ist schon ne Geile Sache.

Ronald Schmidt