Herzschlagfinale bei der 24h MTB Challenge am Fichtelberg!!!

Schon im Dezember waren wir uns einig, ein neues 24h Race am Fichtelberg, nur mit uns. Wir wollten mit einem 6er mix Team starten, das 4er Team stand ja, noch zwei Fahrer organisieren und alles war paletti. Irgendwie war aber dann aber der Wurm drin.

Die Absagen wegen Krankheit, Verletzungen und Urlaubssperre rissen nicht ab. Zwischenzeitlich dachten wir über ein 4er Team nach, aber der Ostwest-Express rollte planmäßig zum Fichtelberg. Ich möchte jetzt danke sagen an unsere tapfere, einzige Frau im Team und unsere beiden „Edelreservisten" Norman und Maik !!!

Das Team: Britta Müller, Brendan Hanley, Norman Knirsch, Andreas Scholz, Maik Pietzuch, Ronald Schmidt und Betreuer Ingo Dettenbach.

Freitag Anreise Ingo, Britta, Brendan und Freunde fuhren gemeinsam, ich der Ronald war mit Andreas auf dem Weg. Auf der A4 waren wir ziemlich dicht zusammen, aber die neuen tollen Navigeräte in den Fahrzeugen hatten  was dagegen. BMW und Mercedes sind wohl nicht kompertibel, denn beide Geräte schickten uns jeweils tooootal anders. Na ja, die Skiareena am Fichtelberg hab ich ja letztendlich doch erreicht und der Ingo dann etwas später. Norman und Maik reisten am späten Abend an. Das Camp war schnell errichtet, in den letzten Tagen hatten wir noch einen Pavillon am Streckenrand angemietet. Den Wohnwagen daneben und wir waren auf alles vorbereitet . 

Am Morgen dann gemeinsame Streckenbesichtigung.(hier die Rundendaten: Länge 8,4 km Gesamthm 140. OhHa, da gab es einige sehr weiche Stellen, die sich im Laufe des Rennens noch vergrößerten. Ansonsten Waldautobahn aber mit einem 2,5km langen Anstieg 110 Hm mussten überwunden werden. Endlich war es soweit, am Mittag fiel der Startschuss. Brendan unser Startfahrer war gut dabei und übergab an Norman. Im nicht sehr großen Starterfeld setzten wir uns im vorderen Drittel fest. Andreas übernahm den Staffelstab und übergab an mich. Nun war Maik der nächste, der dann an Britta übergab. Das Rennen lief ruhig und problemlos, im 6er Team hat man ja doch eine recht lange Erholungsphase. Britta musste auf Grund der langen Krankheit gegen Abend pausieren. Für den Rest der Truppe kein Problem, das schaffen wir schon. Ja dann brach die Nacht herein und wir lagen auf Platz 3. Dank Ingo wussten wir immer über die Zwischenstände bescheid und der alte Taktikfuchs plante wohl schon bis in den Vormittag.

Immer wieder motivierte er die Fahrer und beließ es bei dem ein Runden Wechsel. In den frühen Morgenstunden sah man bei Ingo ein breites Grinsen im Gesicht, mehr als 20 min hatten wir aufgeholt und lagen auf Platz zwei. Natürlich hat auch das andere Team bemerkt, das der Express auf Hochtouren lief und holte zum Gegenschlag aus. Es war ein Race auf biegen und brechen, die Platzierung änderte sich ständig. Um 9:00 Uhr eine weitere entscheidende taktische Maßname. Für unser Team fuhren nun die 3 schnellsten Andreas, Norman und Brendan. Teilweise kamen die Teamfahrer zeitgleich in die Wechselzone nun ging es gar nur noch um Sekunden. Der Rest des Team verteilte sich auf den letzten 1500 m um unsere Fahrer noch einmal so richtig anzufeuern. Vuvuzela und Lufthorn waren genial.  Nun ging es in die letzten drei Runden Brendan nahm einen kleinen Vorsprung mit, wieder rutschen wir auf den dritten Platz ab. Norman übernahm mit ca.10 Sekunden minus, seine letzten Worte den knacke ich. Und wie, lautstark den Berg hochgetrieben übergab er an Andreas einen Vorsprung von 45 Sekunden. Andreas fuhr wohl eh das Rennen seines Lebens, unter dem Jubel des Teams kam er mit sattem Vorsprung auf Platz 2. liegend ins Ziel.

Bei der Siegerehrung gab es dann noch einmal erschrockene Gesichter, als wir hörten das alle 6er Teams gemeinsam gewertet werden. Die Freude war um so größer da wir auch die Männerteams geschlagen haben. Gesamtplatz 3. ein großer Erfolg für unser Team. Ingo unser Fuchs meint cool mein Puls war bei diesem Finale genauso hoch wie bei den Fahrern. Hast gute Arbeit gemacht!!! Auf diesem wege noch einmal ein Dank an das Massage Team aus Chemnitz, war echt super Arbeit.

Brendan bekam noch den Sonderpreis für den am weitesten angereisten Fahrer Melbourne Australien 17000 KM.

Fazit: Ein Race das sicher ausbaufähig ist. Es gab positives und negatives wir behalten das Rennen in guter Erinnerung. Unser Team wird über einen Start im nächsten Jahr beraten.

Im Namen des Teams

Ronald Schmidt