Rennbericht  5. Haevy 24h Race 18/19.06.2011
4er mix Team
5 Jahre Chemnitz und wir haben alle Rennen mitbestritten und auch erlebt, zu was für einem riesen Event sich Haevy 24 in diesem Zeitraum entwickelt hat. Als ich mir gerade die Videodokumentation von 2007 noch einmal ansah und mich an dieses erste Rennen erinnerte, wie aufgebaut und improvisiert wurde... und  vergleiche dies mit meiner Ankunft am Samstag früh, als ich im riesigen, aber bis auf den letzten m² aufgeteilten Fahrerlager ankam...

Hut ab so etwas aufzubauen, wenn auch der extra Parkplatz 5 Euros kostete, was mich anfangs verwunderte. Es muss auch alles bezahlt werden, es sind viele Organisatoren und Helfer da und es wird für die Teilnehmer und Zuschauer ja auch etwas geboten.

 

Wie gesagt konnte ich mich diesmal erst Samstag früh dem Alltags- und Berufsleben entreißen, aber das hatte den Vorteil, dass ich einen professionellen Physiotherapeut, den Bernd mitbringen konnte.

Wir kamen genau richtig zum Frühstück in unserem gut ausgestatteten Fahrerlager an und waren mit unseren 2 Viererteams, Bernd dem Therapeut, Wolfgang mit 2 begeisterten ( das wissen sie noch  nicht ) Nachwuchsfahrern, Petra mit J.G. Und Guidos Freundin Luisa sowie der kleine Vierbeiner Hector als willkommene Gäste eine recht große Gruppe und die Stimmung war ausgezeichnet.

 

Es war alles sehr gut organisiert und der Startschuss hallte pünktlich um 1200 über das Gelände des Rabensteiner Stausees. Die Strecke war etwas abgeändert, dadurch war ziemlich viel „Waldautobahn am Anfang der Runde, aber danach war es abwechslungsreich und der Charakter blieb erhalten, nämlich technisch und spektakulär.

Wir als Mixteam fuhren in der gleichen Besetzung wie 2007 und vielleicht sogar in der selben Reihenfolge nämlich: Ronald, Ingo, Scholli und Anne – super! Außerdem war Petra für ein paar Stunden da und brachte uns an den Start… genau wie damals.

Wir entschlossen uns wie alt bewährt, jede Runde zu wechseln und fuhren einfach unser Rennen. Das Wetter hielt sich entgegen den Vorhersagen gut und es blieb bis auf kleine Schauern trocken.

Bernd verpasste uns immer mal wieder eine Auflockerung auf der Massagebank, und kümmerte sich auch sonst um die Belange der Fahrer, schaute nach den Zeiten und war wirklich ein guter Betreuer und man merkte, dass er ein Herz für den Sport hat. 

Als die Nacht hereinbrach, stiegen wir teilweise auf 3-er Wechsel um und gönnten Anne ab und zu mal eine längere Pause. Wir beschlossen einfach zu fahren und gegen Morgen nach der Auswertung zu schauen, wir lagen aber bis dahin nicht schlecht und konnten uns von Platz 7 auf Platz 6 von insgesamt 17 4er mix – Teams nach vorn fahren.

Die Nacht schien mir kürzer als sonst, es war klarer Himmel, kurz vor Sommersonnenwende und so sah man es um 4 Uhr schon wieder heller werden – den schwierigsten Teil haben wir hinter uns, dachte ich. Es dauerte auch nicht mehr lange und die Morgensonne stieg über den Horizont und schien kraftvoll über das Gelände und kraftvoller traten auch wieder die Fahrer in die Pedale. Aber nicht nur die hielten die ganze Zeit durch, sondern auch die Mädels im Verpflegungszelt, die die ganze Nacht für uns tausende von Brotscheiben schmierten, Obststücke schnitten, warme und kalte Getränke immer wieder bereitstellten… das muss auch mal erwähnt werden. 

Ein Blick auf die Auswertung…. Wir lagen immer noch auf Platz 6, aber es war alles sehr knapp und gegen Ende des Rennens machen alle noch einmal Druck, also versuchten wir das auch um diese Platzierung zu halten. Wir kalkulierten noch einmal und fuhren die letzten Runden noch einmal in 3-er Wechseln… und es hat geklappt. Wir hielten unseren 6. Platz mit 65 Runden und waren damit sehr zufrieden. Das 2. OWE- Team, welches als Männerteam mit Wolfgang, Michael, Brendan und Guido startete, fuhr einen ebenfalls sehr guten 17. Platz mit 69 Runden von insgesamt 56 4er Männer – Teams heraus.

Es war ein schönes Rennwochenende mit guten Ergebnissen für unsere beiden Teams, schade jedoch, das muss ich immer wieder sagen, dass uns nach dem Rennen nicht noch ein Abend bleibt zum Ausklang mit Übernachtung, sondern, dass immer gleich Aufbruchstimmung herrscht und unausgeruht der Heimweg angetreten wird.

 

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass Haevy 24 sich in diesen 4 Jahren zu einer sehr gut organisierten und professionellen Rennveranstaltung entwickelt hat und die es sicher noch viele Jahre geben wird und wir auch weiterhin daran teilnehmen werden, aber das erste Rennen 2007 war für mich immer noch das Beste.

 

Gruß Ingo