Rennbericht!!!

Für Tobias und mich erfolgte der Start aus der 1. Reihe, eigentlich wollte ich nur ein Foto machen, doch Tobias überredete mich vorn zu bleiben - naja, eigentlich gehöre ich bei der Aufstellung ins Mittelfeld, doch hier erlebte ich den Start mal ganz anders. Es ging hier mit Vollgas los und ich trat in die Pedale, was die Beine hergaben und hing im Sog des ersten Fahrerfeldes. Mit gefühlten 50 km/h heizten wir durch

den Ort, bis nach ca. 1 km allmählig die Steigung begann und der Untergrund von Asphalt auf Feld- und Waldwege wechselte. Jetzt hieß es den richtigen Tritt zu finden, denn der erste Anstieg war auch gleichzeitig der längste, also ließ ich abreißen und befand mich in einer großen Lücke, bis die nächsten

 

Fahrer aufschlossen und mich überholten, das war halt der Preis, den ich nun zu zahlen hatte. Mein Puls war am Anschlag und ich mußte nun das halbe Mittelfeld an mir vorbeilassen, bis ich meinen Platz in dem lang auseinandergezogenen Fahrerfeld und mein Tempo gefunden hatte und auch das Gefühl, als ob mir jeden Moment die Beine und der Kopf platzen könnten verschwand wieder und fast am Ende des ersten Berges, der immer steiler wurde, angekommen fühlte ich mich besser und besser und ab da lief es super. Viele, die ich anfangs ziehen lassen mußte, sah ich nach und nach wieder und das Motivationsbarometer stand auf 120 % . Auch die Verpflegungspunkte lagen optimal und mir wurde im vorbeirollen alles gereicht, was ich brauchte. Auf zum Endspurt: Die Strecke war trocken und schnell und während des Rennens viel kaum Regen, anders als vorher gesagt - zum Glück. Einer der Streckenposten rief uns zu: Ihr habt es bald geschafft Jungs: Aber Vorsicht: Zum Glück erinnerte ich mich an die Worte, die der Sprecher zu Beginn des Rennens zu uns sagte. Am Ende haben die Streckenplaner eine Änderung eingebaut, nämlich noch einmal halb um den Ort herum aber mit ordentlich Höhenmeter, was ganz gemeines und das, wenn man die ganze Zeit den Kirchturm schon sieht, schon fast am Ziel ist, Kehre und wieder aufwärts Richtung Wald, na Klasse: Oben angekommen steuern wir wieder in Richtung Kirchturm wieder das Ziel zum Greifen nahe: Schicken die uns wieder nach oben, das geht schon an die Psyche und dann kam er endlich, der lange schmale und kurvenreiche Abwärtstrail und im Ort reichte es sogar noch für einen Schlußsport. Nach 2 Std. 55 Min. erreichte ich das Ziel und war eigentlich ganz zufrieden damit, und Tobias meinte, er hat erst später mit mir gerechnet. Er war sehr gut unterwegs und erreichte mit einer Zeit von 2 Std. 19 Min.  Platz 8. in der AK - Wertung: Klasse Leistung, denn die Konkurrenz war stark hier auf der 53 km - Strecke. Ich landete auf Platz 38 in der AK - Wertung und es hat Spaß gemacht, die Bedingungen waren optimal und die Organisation perfekt. 

Gruß Ingo