Rennberichte

Um Mensch und Material für den kommenden Urlaub zu testen und den Feiertag samt Brückentag sinnvoll zu nutzen entschied ich mich kurzfristig zu einer viertägigen Radtour. Der Wetterbericht ließ hier bereits durchblicken, dass die Tour sehr abwechslungsreich werden würde. So bot sich die Möglichkeit gleich unterschiedliche Kleidungskombinationen zu testen.

Stage 1 Lübeck – Groß Rheide – 120km

Der erste Tag startete morgens um 8 Uhr auf dem Rad bei zunächst 10°C und trocken, kurze Zeit später setzte der versprochene Regen ein und ließ bis zum Tagesziel kaum nach. Die Strecke führte mich durch das Landesinnere von Schleswig-Holstein. In Rendsburg musste ich den Nordostsee-Kanal überqueren und entschied mich erstmals den Tunnel zu nehmen. Am Eingangshaus angekommen wurde ich sehr überrascht, so führte eine Rolltreppe 28hm in die Tiefe, damals die längste Rolltreppe Europas, mit dem Rad in der Hand ist das ganz schön tief. 

Während der restlichen Tour setzte ich mich intensiv mit der Frage, warum ich das Rad vor drei Tagen geputzt habe, auseinander, fand jedoch keine passende Antwort. In Groß Rheide bei einem Radsportfreund angekommen wurde ich herzlich empfangen und gemeinsam ließen wir den Tag ausklingen und füllten die Kalorien auf. 

Stage 2 Groß Rheide – Kappeln – 103km

Der zweite Tag versprach besseres Wetter. Etwas wärmer und trocken startete ich weiter Richtung Norden, die erste Stunde in Begleitung. Doch sobald mich die Begleitung verließ setzte erneut der Regen ein, glücklicherweise nicht ganz so stark wie am Vortag. Gegen Mittag erreichte ich das Schloss Glücksburg und nach einem kurzen Stopp ging es entlang der Ostseeküste bis nach Kappeln. Da hier glücklicherweise meine Oma wohnt war für reichlich essen (böse Zungen behaupten auf der Etappe habe ich zugenommen) und ein weiches Bett bestens gesorgt. 

Stage 3 Kappeln – Brunsbüttel – 134km

Der dritte Tag führte mich von der Ostsee einmal quer durchs Land bis an die Nordsee, ein richtiger Ostwest-Express also. Der Regen verschonte mich heute, jedoch sorgte ein mäßiger Westwind dafür das aus dem Express eher eine Bummelbahn wurde. Die Strecke führte mich zunächst am Gut Ludwigsburg und dem Gut Hohestein vorbei, bis es nahe dem Nordostsee-Kanal immer flacher wurde.  

Stage 4 Brunsbüttel – Lübeck – 126km

Nachdem ich mich am Vortag stundenlang gegen den Wind gekämpft hatte freute ich mich auf einen entspannten letzten Tag mit Rückenwind. Zu meinem Bedauern drehte sich der Wind über Nacht auf Ost und so hatte ich erneut die komplette Strecke Gegenwind. Zu dem Wind hinzu kamen Temperaturen um die 30°C, was den letzten Tag nicht leichter machte. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an den Unbekannten, bei dem ich meine Trinkflaschen auffüllen durfte. 

Insgesamt war der Kurzurlaub super, es gab keinen Sturz oder Defekt. Wieder einmal zeigte sich, dass man für einen tollen Urlaub nicht immer wegfliegen muss. Manchmal ist Urlaub in der Nähe genauso schön. Die Beine spielten mit und absolvierten die 483km in unter 17 Stunden. Ich weiß, dass die Satteltaschen tatsächlich Wasserdicht sind. Das sich die Satteltaschen an dem Rennrad so gut machten überraschte mich selber und ich hoffe, dass der nächste Urlaub in drei Wochen ebenso erfolgreich wird. Ein Bericht wird folgen. J

Sportliche Grüße

Sören